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Fassadenreinigung: Wann lohnt sich eine professionelle Reinigung?

Robert Buckl
Inhaber & Geschäftsführer

Kurz gesagt

Eine Fassadenreinigung lohnt sich, sobald sich Algen, Moos oder ein grünlicher Film zeigen – also meist an Nord- und Wetterseiten. Sie entfernt den Bewuchs, bevor er Feuchtigkeit in der Oberfläche hält, und verschiebt damit den nächsten Anstrich spürbar nach hinten. Als Faustregel gilt: Reinigen ist ein Bruchteil dessen, was ein Neuanstrich kostet. Sinnlos wird sie erst, wenn der Putz bereits Risse hat – dann ist Sanierung nötig, nicht Reinigung.

Wann lohnt sich eine professionelle Fassadenreinigung?

Die Fassade Ihres Gebäudes ist das Erste, was Besucher, Kunden und Mieter sehen. Mit der Zeit lagern sich Algen, Moos, Flechten, Rußpartikel und Umweltschmutz auf den Oberflächen ab – besonders an der Nordseite und in schattigen Bereichen. Eine verschmutzte Fassade lässt selbst hochwertige Immobilien ungepflegt wirken und kann den Wert merklich mindern.

Die häufigsten Verschmutzungsursachen

  • Algen und Moos: Besonders an Fassaden mit wenig Sonneneinstrahlung bilden sich grüne bis schwarze Beläge. Moderne Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) sind besonders anfällig, da sie nachts schneller auskühlen und sich Kondensat bildet.
  • Rußpartikel und Feinstaub: In städtischen Gebieten wie München lagern sich Abgase und Industrieschmutz kontinuierlich auf der Fassade ab, was zu einer grauen Verfärbung führt.
  • Vogelkot: Aggressive Säuren im Vogelkot können Putz und Farbe dauerhaft schädigen, wenn sie nicht rechtzeitig entfernt werden.
  • Witterungseinflüsse: Regen, Wind und UV-Strahlung tragen zur natürlichen Alterung bei, doch eine regelmäßige Reinigung kann diesen Prozess deutlich verlangsamen.

Methoden der professionellen Fassadenreinigung

Je nach Material und Verschmutzungsgrad kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz:

  • Niederdruckreinigung: Die schonendste Methode für empfindliche Putze und WDVS. Mit speziellem Reinigungsmittel und niedrigem Wasserdruck werden Algen und Moos abgelöst.
  • Hochdruckreinigung: Geeignet für robuste Materialien wie Klinker, Beton oder Naturstein. Hartnäckiger Schmutz wird mit bis zu 200 bar Wasserdruck entfernt.
  • Dampfreinigung: Besonders effektiv bei fetthaltigen Verschmutzungen und in Bereichen, in denen chemische Reiniger vermieden werden sollen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Experten empfehlen eine professionelle Fassadenreinigung alle 5 bis 10 Jahre – abhängig von Standort, Himmelsrichtung und Baumaterial. Die beste Zeit dafür ist das Frühjahr oder der Herbst bei trockener, milder Witterung. Idealerweise wird die Reinigung mit einem Fassadenanstrich oder einer Imprägnierung kombiniert, um die nächste Verschmutzung hinauszuzögern.

Was kostet die Fassadenreinigung in München?

Die Kosten liegen je nach Verfahren und Verschmutzungsgrad zwischen 5 und 15 Euro pro Quadratmeter. Bei einem typischen Mehrfamilienhaus mit 300 m² Fassadenfläche sind das zwischen 1.500 und 4.500 Euro – eine Investition, die sich angesichts eines Neuanstrichs (oft das Zehnfache) schnell rechnet.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich, dass es Zeit ist?
An grünlichem oder schwarzem Belag, besonders an Nordseiten, unter Dachüberständen und im Spritzwasserbereich. Auch Verfärbungen unterhalb von Fensterbänken und Fallrohren sind ein Zeichen – dort läuft Wasser regelmäßig über die Fläche.
Schadet die Reinigung dem Putz?
Nicht, wenn Verfahren und Druck zum Material passen. Genau deshalb wird vorher besichtigt: Putz, Klinker, Beton und Naturstein vertragen Unterschiedliches. Wer überall mit hohem Druck arbeitet, öffnet die Oberfläche und beschleunigt den nächsten Bewuchs.
Wie lange hält das Ergebnis?
Je nach Lage und Ausrichtung einige Jahre. An schattigen, feuchten Seiten kommt der Bewuchs schneller zurück als an besonnten. Eine Schutzbehandlung nach der Reinigung verlängert den Zeitraum, ersetzt ihn aber nicht dauerhaft.
Reinigen oder streichen?
Solange der Putz intakt ist und nur veralgt, ist Reinigen die deutlich günstigere Wahl und verschiebt den Anstrich. Zeigen sich Risse, Hohlstellen oder abplatzende Farbe, hilft Reinigen nicht mehr – dann steht eine Sanierung an.
Was kostet das?
Der Preis hängt an Fläche, Höhe, Zugänglichkeit und Verschmutzungsgrad. Gerüst oder Hubsteiger können mehr kosten als die Reinigung selbst, weshalb wir bei erreichbaren Flächen mit Teleskopstange arbeiten. Verbindlich wird der Preis nach der Besichtigung.

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