
Umzugsreinigung: Checkliste für die Wohnungsübergabe
Kurz gesagt
Bei der Wohnungsübergabe wird vor allem auf Küche und Bad gesehen: Fettfilm auf Oberschränken, Backofen, Dunstabzug, Kalk in Dusche und Armaturen, Silikonfugen. Dazu Fenster mit Rahmen und Falzen, Heizkörper zwischen den Rippen, Türzargen und Lichtschalter. Die Reihenfolge ist entscheidend: erst ausziehen, dann entrümpeln, dann reinigen – wer vorher reinigt, macht es zweimal.
Worauf bei der Übergabe tatsächlich gesehen wird
Bei einer Wohnungsübergabe wird genauer hingeschaut als im Alltag. Das liegt nicht an Kleinlichkeit, sondern daran, dass beide Seiten den Zustand festhalten wollen. Erfahrungsgemäß konzentriert sich die Prüfung auf wenige Bereiche.
Küche
- Oberseiten der Oberschränke — dort sitzt Fettfilm, den man von unten nicht sieht
- Fronten innen und außen, Griffe, Fugen
- Backofen mit Blechen und Rost, Dunstabzug samt Filter
- Fliesenspiegel, Spüle, Armatur
- Kühlschrank, sofern er zur Wohnung gehört: abgetaut, leer, gereinigt
Bad
- Kalk an Dusche, Wanne, Armaturen und Fliesen
- Fugen und Silikon
- Spiegel, Ablagen, Spülkasten von außen
- Abflüsse frei
Räume
- Böden nach Belag behandelt
- Fenster mit Rahmen und Falzen, nicht nur die Scheibe
- Heizkörper auch zwischen den Rippen
- Rollladenkästen und Fensterbänke
- Türblätter, Zargen, Lichtschalter, Steckdosenrahmen
- Einbauschränke innen
Keller, Dachboden, Nebenräume
Werden gern vergessen und gehören meist mit zur Einheit. Ein Kellerabteil mit Restmüll ist ein häufiger Grund für Nacharbeit.
Die Reihenfolge entscheidet über die Kosten
Eine Wohnung lässt sich nicht sinnvoll reinigen, solange Möbel darin stehen. Hinter jedem Schrank kommt Staub zum Vorschein, beim Herausziehen entstehen Spuren im Belag, und der Boden muss danach ohnehin noch einmal gemacht werden.
Sinnvoll ist: Auszug — Entrümpelung — Reinigung — Übergabe, mit ein bis zwei Tagen Puffer vor dem Termin. Falls doch etwas nachzuarbeiten ist, bleibt dann Zeit dafür, ohne den Übergabetermin zu gefährden.
Was eine professionelle Umzugsreinigung leisten kann — und was nicht
Sie nimmt einen der häufigsten Streitpunkte bei der Übergabe aus dem Weg. Was sie nicht kann: über die Abnahme entscheiden. Das tut der Vermieter, und seine Beanstandungen betreffen oft Dinge, die mit Reinigung nichts zu tun haben — Bohrlöcher, Abnutzung, Schönheitsreparaturen.
Seriös ist deshalb nur eine Zusage: Wird an der Reinigung etwas beanstandet, wird kostenfrei nachgebessert.
Häufige Fragen
- Was bedeutet besenrein genau?
- Geräumt, grob gekehrt, keine Rückstände – mehr nicht. Was darüber hinaus geschuldet ist, ergibt sich aus dem Mietvertrag und dem Zustand bei Einzug. Weil beide Seiten den Begriff oft unterschiedlich auslegen, lohnt ein Blick in den Vertrag; bei Streit gehört das in anwaltliche Beratung.
- In welcher Reihenfolge vorgehen?
- Auszug, dann Entrümpelung dessen, was bleibt, dann Reinigung, dann Übergabe. Zwischen Reinigung und Übergabe sollten ein bis zwei Tage Puffer liegen. Wer vor dem Auszug reinigt, reinigt nach dem Möbelrücken erneut.
- Was wird am häufigsten übersehen?
- Die Oberseiten der Küchenoberschränke mit ihrem Fettfilm, die Falze der Fenster, die Zwischenräume der Heizkörper, Rollladenkästen und die Innenseiten von Einbauschränken. Alles Stellen, die im Alltag niemand ansieht und die bei einer Abnahme regelmäßig geprüft werden.
- Muss der Backofen gereinigt werden?
- Wenn er zur Wohnung gehört, ja – und er ist erfahrungsgemäß der aufwendigste Einzelposten. Ebenso der Dunstabzug samt Filter. Beim Kühlschrank sollte vorher abgetaut und geleert sein, sonst lässt er sich nicht sinnvoll reinigen.
- Was ist mit verschimmelten Silikonfugen?
- Die lassen sich reinigen, aber nicht immer retten. Sitzt der Schimmel im Material, hilft nur der Austausch – das ist Handwerksarbeit, keine Reinigung. Ein seriöser Dienstleister weist darauf hin, statt es zu überdecken.
- Bekomme ich die Kaution zurück, wenn ich professionell reinigen lasse?
- Darüber entscheidet der Vermieter, und es hängt nicht allein am Reinigungszustand. Eine fachgerechte Reinigung nimmt einen häufigen Streitpunkt aus dem Weg – mehr kann und sollte niemand versprechen.
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