Solaranlagen reinigen: So steigern Sie den Ertrag um bis zu 20%

Solaranlagen reinigen: So steigern Sie den Ertrag um bis zu 20%

Solaranlagen reinigen: So steigern Sie den Ertrag um bis zu 20%

Photovoltaik und Solaranlagen sind eine langfristige und lohnende Investition. Doch oftmals wird ein wichtiger Faktor für die maximale Rendite übersehen: Die Reinigung. Die weit verbreitete Annahme, dass der normale Regen in München ausreicht, um die Paneele sauber zu halten, ist aus Expertensicht ein teurer Irrtum.

Warum Regen nicht reicht

Regen wäscht zwar losen Staub ab, hat aber keine echte Reinigungskraft – er spült oft nur den feinen Wüstenstaub vom Saharawind von den Rändern in die Mitte der Module. Hinzu kommen hartnäckige Verschmutzungen wie Vogelkot, Rußpartikel aus Heizungen, klebrige Pollen (gerade im Frühjahr), Abgase vom Straßenverkehr sowie Flechten- oder Moosbildung an den Rahmen. Wenn sich Schmutz festsetzt, bilden sich an den Kanten kleine Erhebungen, auf denen sich weiterer Schmutz noch schneller staut.

Der "Hot-Spot-Effekt" und Ertragseinbußen

Je nach Standort (z.B. in der Nähe von Bäumen, stark befahrenen Straßen oder industriellen Anlagen) kann die Verschmutzung den Stromertrag einer Anlage um 5 bis hin zu 20 Prozent senken. Schlimmer noch: Stark verschmutzte Teilbereiche können den sogenannten Hot-Spot-Effekt auslösen. Diese Zellen produzieren keinen Strom mehr, sondern verbrauchen ihn. Sie erhitzen sich extrem, was im schlimmsten Fall zu irreparablen Schäden an den Modulen führen kann.

Wie reinigt der Profi?

Solaranlagen dürfen unter keinen Umständen mit Hochdruckreinigern, starken Chemikalien oder harten Bürsten gereinigt werden, da dies die Antireflexschicht des Glases zerstört und Garantieverluste nach sich zieht. Professionelle Reinigungsfirmen nutzen stattdessen:

  • Reinstwasser (Osmoseverfahren): Das verwendete Wasser wird entmineralisiert. Das hat den Vorteil, dass das Wasser Schmutzpartikel wie ein Schwamm aufnimmt und völlig streifenfrei abtrocknet – ganz ohne Kalkabdrücke.
  • Spezielle Carbon-Teleskopstangen: Hiermit lassen sich auch Anlagen auf steilen Dächern sicher und ohne das Betreten der empfindlichen Module erreichen.
  • Kratzfreie Spezialbürsten: Besonders weiche, beschichtungsschonende Bürsten lösen den hartnäckigsten Schmutz.

Das ideale Reinigungsintervall

Je nach Neigungswinkel und Umwelteinflüssen ist eine professionelle Reinigung in der Regel alle 2 bis 3 Jahre sehr wirtschaftlich. Dachneigungen unter 15 Grad erfordern häufiger eine Reinigung, da dort der Selbstreinigungseffekt durch abfließendes Wasser fast vollständig fehlt.