
Glasreinigung im Winter: Darf man bei Frost Fenster putzen?
Glasreinigung im Winter: Darf man bei Frost Fenster putzen?
Viele Gebäudeverwalter fragen sich, ob eine professionelle Fensterreinigung auch bei Minusgraden möglich ist. Die kurze Antwort: Ja, aber nur unter bestimmten Bedingungen und mit der richtigen Technik. In München, wo die Temperaturen im Winter regelmäßig unter den Gefrierpunkt fallen, ist das eine besonders relevante Frage.
Das Problem: Gefrierende Reinigungslösung
Ab Temperaturen unter 0°C kann Reinigungswasser auf der Glasfläche gefrieren, bevor es abgezogen werden kann. Das Ergebnis: Schlieren, Eisfilm und im schlimmsten Fall Beschädigungen der Glasoberfläche durch die Eisbildung. Normale Reinigungsverfahren stoßen hier an ihre Grenzen.
Wie gehen Profis damit um?
- Frostschutz im Wischwasser: Professionelle Glasreiniger mischen spezielle Frostschutzmittel (auf Alkoholbasis, nicht der KFZ-Frostschutz!) in die Reinigungslösung. Dadurch bleibt das Wasser auch bei Temperaturen bis -15°C flüssig und arbeitsfähig.
- Schnelles Arbeiten: Erfahrene Reiniger arbeiten bei Kälte besonders zügig: Die Glasfläche wird eingewaschen und sofort abgezogen, bevor die Lösung anfrieren kann.
- Zeitfenster nutzen: Die wärmsten Stunden des Tages (meist zwischen 11 und 14 Uhr) werden bevorzugt genutzt. An Südfassaden, die von der Wintersonne aufgewärmt werden, funktioniert die Reinigung oft sogar problemlos.
- Grenze bei -10°C: Bei extremen Temperaturen unter -10°C raten selbst Profis von einer Außenreinigung ab. Das Risiko für Schlierenbildung und Materialschäden ist dann zu hoch.
Innenfenster im Winter – die bessere Option
Wenn die Außenreinigung bei starkem Frost nicht möglich ist, konzentrieren sich Profis auf die Innenseiten der Fenster. Diese sind im Winter ohnehin stärker von Kondensat, Fingerspuren und Heizungsstaub betroffen und profitieren besonders von einer gründlichen Reinigung.