Zum Inhalt springen

Fensterreinigung: Wie oft ist sinnvoll?

Robert Buckl
Inhaber & Geschäftsführer

Kurz gesagt

Für Büros und Praxen sind zwei- bis viermal jährlich üblich, für Ladenflächen mit Schaufenstern deutlich öfter – dort oft monatlich oder wöchentlich. Ausschlaggebend ist nicht die Fläche, sondern die Lage: Fenster an einer stark befahrenen Straße setzen schneller zu als solche zum Innenhof. Der größte Bedarf entsteht nach der Blütezeit im späten Frühjahr und im Spätherbst.

Der Richtwert – und warum er selten genau passt

Zwei- bis viermal jährlich: So lautet die Antwort, die man am häufigsten hört. Sie stimmt für ein durchschnittliches Büro in normaler Lage. Sie stimmt nicht für ein Ladenlokal an einer Hauptstraße und auch nicht für ein Bürogebäude, dessen Fenster zum begrünten Innenhof zeigen.

Der Bedarf hängt an Faktoren, die mit der Fensterfläche nichts zu tun haben.

Was den Turnus verschiebt

Lage an der Straße

Feinstaub und Reifenabrieb setzen sich als grauer Film ab. An stark befahrenen Straßen ist der Unterschied zu einer ruhigen Seitenlage nach wenigen Wochen sichtbar.

Ausrichtung und Wetterseite

Wetterseiten bekommen mehr Regen ab — was Schmutz abwäscht, ihn aber auch aus der Fassade auf die Scheiben trägt. Verfärbungen unterhalb von Fensterbänken und Fallrohren sind das typische Zeichen.

Bäume und Bewuchs

Pollen im Frühjahr, Honigtau im Sommer, Laub im Herbst. Wo Bäume nah stehen, verschiebt sich der Bedarf in klare Spitzen.

Nutzung

In der Gastronomie und in Ladenlokalen ist die Scheibe Teil des Auftritts. Dort entscheidet nicht der Verschmutzungsgrad über den Turnus, sondern der Anspruch an das Erscheinungsbild.

Der richtige Zeitpunkt im Jahr

Zwei Zeitfenster sind besonders wirksam: das späte Frühjahr nach der Blütezeit und der Spätherbst nach dem Laubfall. Wer nur zweimal jährlich reinigen lässt, legt die Termine am besten dorthin.

Nicht sinnvoll ist Glasreinigung bei praller Sonne — das Wasser trocknet, bevor es abgezogen ist, und hinterlässt Schlieren. Bei Frost gefriert es am Rahmen. Ein guter Dienstleister verschiebt dann lieber, statt ein schlechtes Ergebnis abzuliefern.

Woran man ein vollständiges Angebot erkennt

Rahmen und Falze müssen enthalten sein. Das ist der häufigste Unterschied zwischen zwei Angeboten, die sich im Preis deutlich unterscheiden — und der Grund, warum eine günstige Reinigung nach dem ersten Regen wieder aussieht wie vorher.

Ebenfalls prüfen: Sind Dachfenster, Wintergärten und Glasdächer gesondert kalkuliert? Dort entscheidet die Erreichbarkeit über den Aufwand, und das lässt sich aus der Ferne nicht beurteilen.

Häufige Fragen

Was ist der übliche Turnus?
Bei Büros und Praxen zwei- bis viermal jährlich. Bei Ladenlokalen mit Schaufenstern deutlich häufiger, weil dort die Scheibe Teil des Auftritts ist. In Wohnanlagen genügt für die Treppenhausfenster meist zwei- bis viermal jährlich.
Wovon hängt der Bedarf ab?
Von der Lage an der Straße, von der Ausrichtung, von Bäumen in der Nähe und davon, ob Regenwasser über die Fassade auf die Scheiben läuft. Fenster unterhalb von Fensterbänken und Fallrohren setzen deutlich schneller zu – dort lohnt ein engerer Abstand.
Wann ist der beste Zeitpunkt im Jahr?
Nach der Blütezeit im späten Frühjahr, weil dann Pollen und Blütenstaub abgesetzt sind, und im Spätherbst nach dem Laubfall. Bei praller Sonne und bei Frost lässt sich nicht sinnvoll arbeiten – deshalb verschieben sich Termine bei extremem Wetter.
Gehören Rahmen und Falze dazu?
Sie sollten. Der Schmutz sitzt im Falz, nicht auf der Scheibe. Wird nur gewischt, läuft der Bodensatz beim nächsten Regen als Schleier über das frisch geputzte Glas. Wer Angebote vergleicht, sollte genau hier nachsehen – dort erklärt sich der Preisunterschied meist.
Was kostet Fensterreinigung?
Sie wird üblicherweise pro Fenster berechnet, in München etwa 3 bis 6 Euro netto je Fenster, je nach Größe, Sprossen und Zugänglichkeit. Dachfenster und Wintergärten werden gesondert kalkuliert, weil dort die Erreichbarkeit über den Aufwand entscheidet.
Wie werden hohe Fenster gereinigt?
Über Teleskopstangen mit entmineralisiertem Wasser. Solches Wasser trocknet rückstandsfrei ab, deshalb muss nichts abgezogen werden, und es kommt keine Chemie an die Fassade. Für viele Objekte erspart das Gerüst oder Hubsteiger.

Weitere Artikel

Alle Artikel